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21. Mai 2010 - Sterne Restaurants im Internet!
Die simple Frage eines Freundes aus den USA nach guten Restaurants in Deutschland, verbunden mit der Bitte, ihm eine Auswahl von Internetseiten zu schicken, brachte uns in die Situation, uns näher mit der Thematik zu beschäftigen. Eine saubere Aufstellung der Organisation "Slowfood" zu den Sterne-Restaurants in Deutschland machte es uns einfach, einmal in die prämierten Küchen des Guide Michelin zu schauen.
Bei Sterne-Restaurants ist auch die Erwartung an den Internetauftritt entsprechend und man ist dann über weite Teile verblüfft, wie der Transport des prämierten Küchenstandards misslingt. Gut 60% der aufgeführten Restaurants hat Roland Stumpp in den letzten 30 Jahren selbst erleben können und konnte somit schnell feststellen, ob das, was da vor Ort passiert, im Internet sichtbar wird.
Nach den ersten Ergebnissen haben wir uns entschlossen eine Studie anzulegen, die anhand von 15 Bewertungskriterien die Internetauftritte bewertet. Dabei spielen das Auffinden über eine Suchmaschine, das Handling über Navigation und Zusatztools, die Qualität der Bilder und Texte bis hin zu Technik und Datenschutz eine definierte Rolle.
Bei manchen Auftritten fühlt man sich in das Angebot eines Immobilienmaklers versetzt oder der Name des Anbieters überspannt den Bildschirm in 48 Pixel Lettern. Manche Navigation setzt sich nur widerwillig in Bewegung und der eine oder andere Flash-Film braucht zeitintensive Aufmerksamkeit für den Ablauf. Es gibt in diesem prämierten Kreis auch einige Wenige, die lieber auf den gezeigten Auftritt verzichten sollten.
Manche Buchstabengrößen, die 10 Pixel deutlich unterschreiten, sind wohl geschrieben worden, um nicht gelesen zu werden. Aber auch die wichtigen Kommunikationsdaten wie Anschrift oder Telefonnummer werden von vielen auf Seiten platziert, die man erst einmal suchen und finden muss! Selbst eingefleischte TV-Profis unter den Anbietern leisten sich solche Suchpuzzles.
Einige rechtliche Details will ich nicht spezifisch erwähnen, um keine schlafenden Hunde zu wecken, wiewohl ein hoher Prozentsatz davon betroffen ist. Wie schnell ein schönes und einladendes Ambiente durch die Qualität von gezeigten Bildern zerstört wird, ist nicht selten zu finden.
Unter den 225 untersuchten Websites sind aber auch gut 20 sehr schöne Beispiele, die das, was Gäste im Sterne-Restaurant erwarten, transportieren. Gastlichkeit in einem einladenden Ambiente, eine Küche mit Angeboten, die Lust auf mehr machen, und letztendlich einen Service, der zum Wiederkommen und Weitersagen animiert!
Anfang August 2010 werden wir die Studie vorlegen und veröffentlichen.
03. März 2011 - Was sich Unternehmer leisten!
Angesichts wachsender Anforderungen im Bezug auf Internetseiten von wirtschaftlich orientierten Anbietern ist man immer wieder erstaunt, was sich unsere Unternehmer heutzutage dazu leisten.
Viele der Unternehmer, die sich entschlossen haben, ihr Unternehmen im Internet zu präsentieren, haben eine eindeutige Zielsetzung. Die Internetseite - oder neudeutsch Homepage - soll einerseits als Unternehmensdarstellung herhalten und andererseits Umsatz und Ertrag erwirtschaften.
Schon bei der zweiten und eigentlich wichtigen Zielsetzung knicken aber viele der Unternehmer ein. Spätestens dann, wenn es an die Umsetzung geht, trennt sich die Spreu vom Weizen. Auf der einen Seite die Unternehmer, die sich für eine derart wichtige Aufgabe ausgebildete Fachleute an Bord holen und auf der anderen Seite die Unternehmer, die es entweder selbst versuchen oder Bekannte an das Thema lassen, weil der Begriff "Günstig" winkt! Was dann letztendlich irgendwann im Netz als Firmenpräsenz erscheint, bewirkt recht oft und bald Ernüchterung beim Unternehmer.
Es liegt eigentlich auf der Hand, dass die sogenannten „günstigen Angebote“ irgendwo ihre Grundlage haben müssen. Nur leider meist weit weg von den Möglichkeiten und technischen Standards. Invalide Bastelkonstruktionen, versehen mit einer Vielzahl von Hürden für den User, verstopfen heutzutage das World Wide Web. Völlig konzeptionslos und mit abenteuerlichen Designs versucht man Kunden zu gewinnen!
Der Schreiner, Bäcker oder Dienstleister bastelt mit einem Billig-Webbaukasten seine Internetseite oder hat einen Bekannten, der das "Günstig" kann! Aber wer würde schon auf die Idee kommen, als gelernter KFZ-Mechaniker plötzlich Backwaren zu produzieren?
Es wundert meist nur den Unternehmer, der sich solch einen Auftritt leistet, wenn der Erfolg ausbleibt. Eine Internetseite, die einem wirtschaftlichen Zweck dient, soll Geld verdienen. Sie ist die Visitenkarte eines Unternehmens, die Appetit auf Mehr machen soll. Interaktiv und aktuell soll sie ein Warenangebot oder eine Dienstleistung präsentieren. Wenn Sie dann noch valide umgesetzt und suchmaschinentauglich getextet wurde, ist ein großer Schritt getan.
Das jedoch, was sich Unternehmer an dieser Stelle leisten, spiegelt oft deutlich die Ernsthaftigkeit ihres Unternehmens wider: Wenn es günstig ist, darf es gerne etwas schlechter sein. Wer allerdings gewinnen will, sollte sich eher nach oben orientieren anstatt nach unten, denn der Kunde hat ein feines Gespür für Qualität.







